Über die Initiative «NoBillag» wird am 4. März 2018 abgestimmt. Sie sieht ein Subventionsverbot für Radio und Fernsehen in der Verfassung vor. Alle Konzessionen von Programmen, die ganz oder teilweise mit Gebühren finanziert werden, werden aufgehoben. Die Abstimmung hat ausserdem direkte Auswirkungen auf Film- und Musikschaffende. Gründe aus Schaffhauser Sicht.

6 Gründe, warum NoBillag dem Zürcher Oberland schadet:

Eine Annahme der Initiative schadet nicht nur der SRG, sondern auch den elektronischen Medien im Zürcher Oberland! Alle Lokalradios sind existenziell von der Initiative betroffen. Das Regionaljournal Zürich – Schaffhausen der SRG verschwindet. Tele top wird die Produktion von lokalen Beiträgen zumindest massiv reduzieren. Die lokale Politik, Kultur- und Sportszene verliert damit ihre wichtigsten Plattformen.

Tele Top sowie das Regionaljournal der SRG, sind die einzigen elektronischen Medien, die regelmässig über regionale Wahlen berichten. Im Vorfeld und während der Wahlen wird mit Hintergrundberichten, Interviews und einem Live-Studio im Rathaus ein besonderer Fokus auf die lokale Politik gelegt.

In den Lokalradios werden einheimische Musiktalente gefördert. Musikvielfalt wird bei vielen Lokalradios gross geschrieben: Dort spielen MusikexpertInnen ihre Musik von Tango über Schlager, Goa oder Heavy Metal. Es gibt auch folkloristische und experimentelle Musikperlen zu entdecken: Wo werden sonst noch bulgarische Volksmusik, afghanische Disco-Hits oder brasilianischer Post Punk gespielt?

Und schliesslich: Es geht im Zürcher Oberland bei der «No-Billag»-Initiative ganz klar darum, unabhängige Medien vor dem Kahlschlag zu schützen. Unabhängige, vielfältige Medien sind für unsere Gesellschaft einer der ganz wichtigen Werte. Man kann immer über den Rahmen diskutieren, den Leistungsauftrag verändern. Ein Verbot von staatlich subventionierten Medien wäre wie ein Verbot von Postautolinien im Klettgau, ein Verbot der Zugslinie durchs Tösstal oder auch der Freibäder in Sportanlagen. Gemeinsam ist allen, dass sie sich nach rein «marktorientierten» Kriterien nicht kostendeckend führen lassen – und daher auf die gemeinsame Finanzierung durch die Gesellschaft angewiesen sind. Und alle davon profitieren.

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